Kassensturz - Der erste Schritt zum Sparen

Kassensturz – Der erste Schritt zum Sparen

Neues Jahr, neues Glück. So lautet ein bekanntes Sprichwort. Es ist Zeit für einen Kassensturz um einen Überblick über deine Finanzen zu bekommen.
Willst du 2020 endlich anfangen Geld zur Seite zu legen, für die Rente vorzusorgen oder einen kleinen Notgroschen aufzubauen? Dann ist es wichtig, dass du vorher einmal einen Kassensturz machst und schaust, welche Einnahmen und Ausgaben du im Monat hast. Hier wirst du vielleicht auch gleich Möglichkeiten sehen, wie du monatlich sparen kannst. Vielleicht findest du sogar zusätzliches Sparpotenzial.

Kassensturz deiner Einnahmen

Zuerst musst du dir einen Überblick verschaffen, was jeden Monat in die Kasse rein fließt. Als Einnahmen kannst du erstmal alles auflisten, was du wirklich regelmäßig erhältst. Es macht nicht wirklich Sinn mit Einnahmen zu rechnen, die nur vielleicht und/oder unregelmäßig eintreffen.
Wenn deine Einnahmen in bestimmten Bereichen schwanken, zum Beispiel weil dein Lohn jeden Monat unterschiedlich hoch ausfällt, kannst du als Wert das Minimum ansetzen, was jeden Monat auf deinem Konto landet.
Sollte der Betrag dann doch über diesem Minimum liegen, kannst du das Extrageld vielleicht jeden Monat gesondert in einen Sparplan einzahlen oder für den geplanten Urlaub zur Seite legen.

Dies sind einige Beispiele für regelmäßige Einnahmen:

Gehalt/Lohn
Rente
Kindergeld
Minijob
Vermietung

Sammle das Ganze am Besten in einer Tabelle und liste die Einnahmen übersichtlich auf. Das macht es später einfacher einen Überblick zu bekommen oder auch mal kleinere Änderungen vorzunehmen.

Kassensturz deiner Ausgaben

Deine monatlichen Ausgaben kannst du auch leicht in einer kleinen Tabelle auflisten. Dabei macht es Sinn nach wichtigen und unwichtigen zu unterscheiden. So kannst du, wenn deine Liste fertig ist, direkt sehen wo du vielleicht etwas sparen kannst.

Viele unserer Ausgaben nehmen wir nach einiger Zeit gar nicht mehr wahr. Die Miete wird per Dauerauftrag überwiesen, der Strom wird per Bankeinzug abgebucht. Und wer merkt wirklich noch, wie viele Abos er monatlich bezahlt oder wie hoch die Handyrechnung ist?

Einige Arten von monatlichen regelmäßigen Ausgaben sind zum Beispiel:

Miete/Rate (Also Kosten, die das Wohnen betreffen)
Nebenkosten (wenn diese noch nicht in die Miete eingerechnet wurden)
Strom
Lebensmittel
Handy/Telefon/Internet
Abos (Streaming, Zeitschriften und dergleichen)
Hobby
Versicherungen
Fahrkarte
Auto, am Besten aufgeteilt nach:
– Benzin
– Steuern
– Versicherung
– Reparaturen
Sparpläne
Rundfunkbeitrag

Tipp: Weißt du nicht genau, welche Kosten du monatlich bzw. jährlich hast? Dann kann es dir helfen einfach Mal auf deine Kontoauszüge zu schauen. Dort sind die Ausgaben recht ordentlich zu erkennen.
Solltest du Online-Banking machen, kannst du mittlerweile bei vielen Banken auch schon nach Posten suchen und/oder diese sortieren.

Das Ergebnis

Nun hast du einen Überblick über deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Jetzt ist es recht einfach zu ersehen, wie viel du monatlich sparen kannst, bzw wo du Kosten senken oder Einnahmen steigern musst.
Ziehe von deinen monatlichen Nettoeinkommen einfach deine monatlichen Kosten ab. Wenn du dann noch einen kleinen Puffer für ungeahnte Ausgaben behältst, kannst du den Rest ruhigen Gewissens sparen.

Sobald du weißt, wieviel du sparen kannst und willst musst du nur noch schauen, was du mit dem Geld anstellen willst.
Wenn noch nicht vorhanden, ist es immer gut einen Notgroschen zu bilden.
Das ist für mich die höchste Priorität. Damit bist du schon Mal gegen die kleinen Stolpersteine des Lebens gewappnet. Kaputte Waschmaschine oder kurzfristige Arbeitslosigkeit können dir dann fast keine Angst mehr einjagen. Wie hoch dieser Notgroschen sein sollte hängt immer von der jeweiligen Lebenssituation und dem eigenen Schutzbedürfnis ab.

Ist das erledigt, würde ich beginnen das Geld sinnvoll anzulegen und so über die nächsten Jahre ein angenehmes Polster aufzubauen, das für mich vielleicht sogar noch etwas Geld verdient.

Und wenn du damit fertig bist und mit Schrecken feststellst, dass deine Einnahmen zu niedrig sind, kann ich dir den Blogbeitrag Minijob als Sparboost oder auch den Artikel zum Thema Nettolohnoptimierung empfehlen.
Wenn du aber lieber deine Ausgaben senken möchtest, dann schau dir meine 10 Spartipps für Anfänger an.

Viel Erfolg bei deinem Kassensturz!

Dein reisparer

Kein Beratung! Dieser Text entspricht den Erfahrungen und Meinungen des Autors. Er soll keinesfalls eine Anlageberatung darstellen. Bitte lies die gesamte Transparenzerklärung unter folgendem Link durch. Transparenzerklärung